
Der Start in den Trampmodus harzt. Wir haben das Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Aber das scheint zu täuschen. Kaum verlassen wir Tromso sind wir inmitten eines wunderbaren Wanderparadieses. Wir nehmen es gemütlich, da wir uns nur eine kurze Etappe von ca 55 km bis zur Fähre in Brensholmen vorgenommen haben. Als wir uns mit 3 Schweizer Radfahrern unterhalten und sie uns by the way sagen, dass wir um 15h und dann erst wieder um 17h eine Fähre haben, denken wir noch, dass die Fähre erst morgen auf dem Plan ist. Doch dann kommt die Euphorie auf die Fähre in 12 km Entfernung in 50 Min zu erreichen. Wir packen unser Sachen und der Meyer-Express beginnt zu rollen… und wir schaffen die Fähre im Gegensatz zu vielen Autos, die keinen Platz mehr finden.
In Senjahopen kaufen wir ein da wir wissen, dass wir wild campen werden. In Ersfjord hat die Gemeinde WC, Dusche und Wasser zur Verfügung gestellt um das Wildcampen etwas einzuschränken. Ich gönne mir sogar ein Bad im Meer (Sandstrand). Doch bevor wir in Ersfjord ankommen gibt es noch 30 km (also die kurze Etappe vom Folgetag zu absolvieren. Nochmals 300 Höhenmeter und mehrere schmale dunkle Tunnels. Das letzte Tunnel wird dann zum Event. Es finden Bauarbeiten statt. Die Fahrzeuge werden im Konvoi durch den Tunnel geführt und wir dürfen nicht selbst fahren. Das Leitfahrzeug hat Platz für 1-2 Velos und eine Person. So suchen wir in der Kolonne weitere Mitfahrgelegenheiten für Fahrräder und uns. Nach 10 Minuten ist auch dies erledigt und Meyers fahren in 3 verschiedenen Fahrzeugen durch den Tunnel. Ich bin im Leitfahrzeug. Der junge Norweger findet die langen Winter und auch die langen Sommernächte nicht ganz so toll, wie frühere Begegnungen. Er hat mir erzählt, wie er lernen musste damit umzugehen. Das Mentale spiele dabei eine grosse Rolle. In dieser Gegend sind die Dörfer klein und viele leben abgeschieden ohne direkte Nachbarn.

























